Abstract
Angesichts der aktuellen kriegerischen Auseinandersetzungen müssen wir uns an die Option
des Friedens und dessen konkrete Umsetzung im Kontext nachhaltiger Bildungsarbeit erinnern.
Aber was ist Frieden, in welchem Zusammenhang steht er zum menschlichen Grundbedürfnis
der Sicherheit und was hat das mit Nachhaltigkeit zu tun? Frieden ist stets in Bewegung und
Neujustierung, Sicherheit ist hingegen ein zu erhaltender Rahmen als Ausgangspunkt, um
Frieden entwickeln zu können. Darüber hinaus ist nachhaltiger Frieden nur jenseits militärischer
Logik denk- und umsetzbar, wohingegen Sicherheit meist im Zusammenhang mit Verteidigungs-
politik, also militärisch begriffen wird. Der Autor plädiert dafür, das Konzept der Sicherheit
neu zu denken: weg von der militärischen hin zur zivilen Sicherheitslogik, in der es u.a. um die
Förderung von Mediation und Gewaltfreier Kommunikation (GFK) geht. Sowohl-als-auch statt
Entweder-oder ist nur ein Beispiel für die Methode und Haltung der GFK nach Marshall
B. Rosenberg. Sie kann zum Frieden mit uns selbst, den anderen und der gemeinsam geteilten
Umwelt beitragen. Fazit: Nachhaltiger Frieden ist ein Prozess und muss stets neu gelernt
werden. Dafür braucht es umfassende qualitätsvolle Bildungsangebote über die Lebensspanne
mit universal-globaler Perspektive, wie sie etwa das Konzept der aufgeklärt-kritischen Global
Citizenship Education (GCED) einnimmt.
Sprache: Deutsch
Art der Begutachtung: Peer Review(Open review)
Print: Nein
Online: Ja, mit Open Access und CC-Lizenz
Datenmedium: Nein