Forschungsprojektabgeschlossen

Bilaterales Training im Jugendhandball

Projektdauer01.09.17 – 31.12.18
ZentrumForschungszentrum für fachbezogene Lehr- und Lernprozesse (eh. Forschungszentrum für Sekundarbildung)
EinrichtungFakultät 1
InstitutSportwissenschaft

Kurzinhalt

In Zusammenarbeit mit dem deutschen Handballbund, dem Handballverband Württemberg und der pädagogischen Hochschule Weingarten wurde eine trainingswissenschaftliche Studie mit jugendlichen Leistungshandballspielerinnen und -spieler der Jahrgänge 2003 und 2004 durchgeführt. Ein handballspezifisches bilaterales Koordinationstraining und Balltechnikprogramm wurde zweimal pro Woche ausgeübt. Dabei begann die Hälfte der Gruppe mit der nicht-dominanten Seite, die andere Hälfte mit der dominanten Seite. Nach 13 Wochen wurde die zu trainierende Seite gewechselt. Das Trainingsprogramm beinhaltete einfache Aufwärm- und Wurfübungen sowie komplexere Pass-Rückpass-Übungen mit Torwürfen. Mittels einer sportmotorischen Testbatterie, bestehend aus dem Functional Movement Screen (FMS) und dem Y-Balance-Test, wurde die funktionelle Bewegungsfähigkeit, neuromuskuläre Koordination und Stabilität vor dem Trainingsprogramm, in der Zeit des Trainingswechsels sowie am Ende des bilateralen Trainings erfasst.

Ergebnis

Die Gesamtergebnisse der Studie bestätigen, dass bei jugendlichen Handballspielern Bewegungsdysbalancen, im Sinne von Defiziten in den grundlegenden Bewegungsmustern und Differenzen zwischen der dominanten und nicht-dominanten Seite bestehen. Angesichts der erhobenen Daten ist sowohl zu Saisonbeginn, als auch während der Saison von einem erhöhten Verletzungsrisiko auszugehen. Daher ist es notwendig, verletzungsprophylaktische und funktionelle Trainingsinhalte in die Praxis zu implementieren. Eine Möglichkeit stellt dabei das bilaterale Training dar. Die quantitativen Daten deuten darauf hin, dass bei der Verbesserung von funktioneller Bewegungsfähigkeit und neuromuskulärer Koordination anfängliches Üben mit der nicht-dominanten Seite von Vorteil ist. Dies steht im Einklang mit ausgewählten Ergebnissen der Lateralitätsforschung und dem kontralateralen Transfereffekt. Insgesamt konnte jedoch nur eine geringe Verbesserung festgestellt werden. Dies könnte daran liegen, dass andere Trainingsinhalte das bilaterale
Trainingsprogramm überlagerten und ein höherer Trainingsumfang notwendig ist. Dies gilt es in weiteren
Studien zu untersuchen.

Projektbeteiligte

SKProf. Dr. König, StefanLeitungProfil
EUUhl, ElkeWissenschaftliche MitarbeitProfil

In Zusammenarbeit mit

  • ORGDeutscher Handballbund
    Handball-Verband Württemberg

Finanzierungsträger ohne Beträge; Einträge mit Geheimhaltung bleiben aussen vor

Keine Finanzierungsdaten vorhanden

Verweise auf Webseiten

Angehängte Dateien

  • Keine

Publikationen

ArtikelPrintDeutsch

Update Sportwissenschaft: Bilaterales Training

Weyermann, E. (2018). Update Sportwissenschaft: Bilaterales Training. SportPraxis, 59(9 & 10), 68-71.

  • ISSN0176-5906, 0173
  • Stichwortebilaterale Belastung, Bewegungskoordination, muskuläre Dysbalance, Forschungsstand, Handlungskompetenz Leistungssteigerung, motorisches Lernen, Lernerfolg, Lernprozess Prävention, Seitigkeit, Sportverletzung,Taktiktraining, präventives T
Abstract
Verf. charakterisiert zunächst das bilaterale Training und erläutert seine positive Wirkung bei motorischen Lernprozessen, bei der Erhöhung der taktischen Handlungskompetenz sowie bei der Verletzungsprävention. Dazu wird der Forschungsstand hinsichtlich kontralateralen Lerntransfereffekten, taktischen Leistungsvorteilen von bilateralen Sportlern sowie Verletzungsprävention durch die Trainingsmethode dargestellt. Abschließend fasst Verf. die Vorteile des bilateralen Trainings zusammen.
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Sammelband

Forschungsprogramm „Bilaterales Training im Jugendhandball“. In H. Plessner, F. Borkenhagen, R. Heim & K. Roth (Hrsg.)

König, S. & Weyermann, E. (2018). Forschungsprogramm „Bilaterales Training im Jugendhandball“. In H. Plessner, F. Borkenhagen, R. Heim & K. Roth (Hrsg.). In: Instruktion vs. Selbstregulation im Sportspiel (S. 44). Hamburg: Feldhaus.

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VortragDeutsch

Forschung im Nachwuchsleistungssport: Bilaterales Training

König, S. & Weyermann, E. (2019). Forschung im Nachwuchsleistungssport: Bilaterales Training. DHB-Hochschulsymposium in München.

Noch kein Titelbild vorhanden
VortragDeutsch

Forschungsprogramm „Bilaterales Training im Jugendhandball“

König, S. & Weyermann, E. (2018). Forschungsprogramm „Bilaterales Training im Jugendhandball“. 11. Sportspiel-Symposium der dvs in Heidelberg.

Noch kein Titelbild vorhanden
Projekt-ID 62
Forschungszentrum für fachbezogene Lehr- und Lernprozesse (eh. Forschungszentrum für Sekundarbildung) • Fakultät 1 • Sportwissenschaft
Erfasst von Uhl, Elke am 08.06.20